Emotionales Selbstmanagement in der Pflege: Emotionale Intelligenz in Pflege und Medizin

Im Gesundheitswesen sind Sie täglich mit einer Flut an Emotionen konfrontiert, den eigenen und denen Ihrer Patienten. Oft wird von Ihnen erwartet, professionelle Distanz zu wahren. Doch wahre Professionalität liegt nicht im Unterdrücken, sondern im souveränen Management von Gefühlen. Emotionen sind kein Störfaktor, sondern eine wertvolle Kraftquelle.

In dieser Fortbildung zum emotionalen Selbstmanagement in der Pflege tauchen wir in die Neurobiologie der Emotionen ein. Wir verlassen die Ebene des vagen Bauchgefühls und blicken auf den Emotions-Dreiklang sowie das Generatoren-Modell, um zu verstehen, wie innere Zustände entstehen. Ein besonderer Fokus liegt auf der präzisen Wahrnehmung: Sie trainieren die aktive Analyse von Mimik und Gestik, um nonverbale Signale nicht nur zu sehen, sondern ihre Bedeutung im Kontext des Motivkompasses® zu entschlüsseln.

Mut zur Nähe – Kraft zur Distanz – Prof. Dr. J. Wattendorf

Emotionales Selbstmanagement in der Pflege: Pflegekraft atmet im Flur mit geschlossenen Augen durch

Für wen ist diese Fortbildung geeignet?

Die Fortbildung richtet sich an Personal aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, Pflegende, Praxisanleitende, Ärzte, therapeutische Berufe und Palliativ-Fachkräfte.

Inhalte der Fortbildung: Emotionales Selbstmanagement in der Pflege

  • Grundlagen der Emotionen und Neurobiologie
  • Der Emotions-Dreiklang und das Generatoren-Modell
  • Empathie mit i, aktive Wahrnehmung von Mimik und Gestik
  • Das 4-3-3-Spielfeld der Emotionen und der Motivkompass®
  • Embodiment: Körperlandschaften der Emotionen
  • Das Emotionsrad: sprachliche Genauigkeit und Differenzierung
  • Empathische Kommunikation in hitzigen Konflikten und das C-FEP Modell
  • Emotionsregulation als Thermostat der Gefühle
  • Meditation C-FEP (18 Min.) und die fünf Superpower-Emotionen für mehr Selbst-Achtsamkeit
  • Stress-Management: körpersprachliche Signale erkennen und Lösungsstrategien entwickeln

Ihr Nutzen: Souveränität im Umgang mit Gefühlen

Die Fortbildung bietet Ihnen eine Synthese aus wissenschaftlichen Grundlagen und sofort anwendbaren Tools. Sie schärfen Ihre Wahrnehmung, professionalisieren Ihre Kommunikation in Krisenzeiten und gewinnen eine neue Souveränität im Umgang mit der eigenen Gefühlswelt und der Ihrer Patienten.

Dauer, Gruppengröße und Kosten

Die Fortbildung dauert 1 Tag (8 Stunden) und ist für maximal 15 Teilnehmer ausgelegt. Die Kosten erfahren Sie auf Anfrage.

Beispielszenario aus dem Pflegealltag

Beispielszenario (frei erfunden, zur Veranschaulichung): Nach einem belastenden Frühdienst bemerkt eine Pflegekraft Anspannung im Nacken und flache Atmung, bevor sie das nächste Zimmer betritt. Sie nimmt zwei bewusste Atemzüge, lockert die Schultern und tritt ruhig ein. Der Bewohner reagiert entspannter als zuvor.

  • Körpersignale früh wahrnehmen
  • Kurze Regulationsübung im Alltag einsetzen
  • Belastung im Team oder in der Supervision ansprechen

Gelassen bleiben, wenn der Dienst fordert

Pflege bedeutet, täglich mit Leid, Zeitdruck und starken Gefühlen umzugehen, mit den eigenen und denen anderer. Wer diese Gefühle nicht einordnen kann, trägt sie oft mit nach Hause oder gibt sie unbemerkt an Kollegen und Patienten weiter. Das kostet Kraft und beeinträchtigt auf Dauer die Freude am Beruf.

Emotionales Selbstmanagement in der Pflege beginnt mit Wahrnehmung: Was löst eine Situation in mir aus, und wie zeigt sich das nach außen? Sie lernen Modelle kennen, mit denen sich Gefühle verstehen und steuern lassen, und erproben Strategien für belastende Momente im Dienst, vom schwierigen Gespräch mit Angehörigen bis zur Übergabe unter Zeitdruck.

Die Übungen sind praxisnah und alltagstauglich. Sie reflektieren typische Auslöser, probieren kurze Techniken zur Beruhigung aus und überlegen, wie Sie im Team über Belastungen sprechen können. Ziel ist mehr Handlungssicherheit und innere Stabilität, ohne sich selbst zu verleugnen oder Gefühle zu unterdrücken. Wer die eigene Wirkung kennt, begegnet Patienten, Angehörigen und Kollegen klarer und entspannter.

Als Fortbildungsanbieter bin ich bei der Registrierung beruflich Pflegender (RbP) akkreditiert. Informationen zu Fortbildungspunkten erhalten Sie auf Anfrage.

Häufige Fragen: Emotionales Selbstmanagement in der Pflege

Wie lange dauert die Fortbildung?

Die Fortbildung dauert 1 Tag mit 8 Stunden.

Kann die Fortbildung in unserer Einrichtung stattfinden?

Ja. Sie ist als Inhouse-Schulung bei Ihnen vor Ort oder in meinem Seminarraum in Münster möglich. Mehr dazu unter Inhouse-Fortbildung für Pflegeeinrichtungen.

Was kostet die Fortbildung?

Die Kosten erfahren Sie auf Anfrage. Gerne erstelle ich Ihnen ein individuelles Angebot: Jetzt Kontakt aufnehmen.

Kostenloses Erstgespräch (Inhouse)

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