Gewaltprophylaxe in der Pflege: Gefahrensituationen früh erkennen
In der Pflege begegnen Sie täglich herausfordernden Situationen. Aggressionen und Gewalttätigkeiten können das Arbeitsklima belasten und die Sicherheit aller Beteiligten gefährden. Deeskalation Pflege: Die Fortbildung zu Gewaltprophylaxe und Deeskalation zeigt Ihnen, wie Sie potenzielle Gefahrensituationen frühzeitig an Mimik und Körpersprache erkennen, sich selbst und andere schützen und Übergriffe proaktiv entschärfen.
Der Fokus liegt auf einem tiefen, emotionalen Verständnis für Feindseligkeit. Zugleich lernen Sie, Ihre eigene Körpersprache wirkungsvoll einzusetzen, um Ihre Kollegen und sich vor Übergriffen zu schützen.

Für wen ist diese Fortbildung geeignet?
Die Fortbildung richtet sich an (psychiatrisches) Personal im Gesundheits- und Sozialwesen, Führungskräfte, Pflegende, Praxisanleitende, Ärzte und therapeutische Berufe.
Deeskalation Pflege: Inhalte der Fortbildung zur Gewaltprophylaxe
- Grundlagen der Mimik- und Körpersprache-Analyse
- Wissenschaftlicher Emotionserkennungstest vor und nach der Fortbildung
- Frühzeitiges Wahrnehmen von potenziellen Gefahrensituationen
- Macht, Gewalt und Feindseligkeit: Unterschiede in der Definition
- Emotionen verstehen bei Feindseligkeit und Konflikten
- Selbstbestimmt wirkungsvoll auftreten
- Kommunikation und Empathie bei Aggressionen
- Video-Analysen in Gruppenarbeiten
- Fallbeispiele und praktische Übungen
Ihr Nutzen: Deeskalation in der Pflege mit mehr Sicherheit im Alltag
Durch wirksamen Selbstschutz und eine gesteigerte Handlungskompetenz lernen Sie, nicht erst auf Übergriffe zu reagieren, sondern Gefahrenmomente proaktiv zu entschärfen. Sie senken Ihr eigenes Stresslevel und schaffen ein sichereres Arbeitsumfeld für sich und Ihre Kollegen.
Dauer, Gruppengröße und Kosten
Die Fortbildung dauert 1 oder 2 Tage (je 8 Stunden) und ist für maximal 15 Teilnehmer ausgelegt. Die Kosten erfahren Sie auf Anfrage.
Beispielszenario aus dem Pflegealltag
Beispielszenario (frei erfunden, zur Veranschaulichung): Ein Bewohner wird in der Abendschicht zunehmend unruhig, ballt die Fäuste und weicht der Pflegekraft aus, als sie ihn zur Nachtruhe begleiten will. Das Team erkennt die Anspannung früh an Kiefer, Schultern und Atmung, nimmt Tempo und Lautstärke heraus und bietet eine Wahl an. Die Situation entspannt sich, ohne dass jemand eingreifen muss.
- Frühwarnzeichen in Mimik, Haltung und Stimme benennen
- Abstand, Position und Tempo gezielt anpassen
- Gemeinsam mit dem Team Absprachen für die nächste Schicht festhalten
Vom Wissen zur Sicherheit im Pflegealltag
Aggressives Verhalten kündigt sich selten abrupt an. Häufig gehen ihm Veränderungen in Mimik, Körperspannung und Stimme voraus, die im Stationsalltag leicht untergehen. In der Fortbildung üben Sie, diese frühen Signale bewusst wahrzunehmen und von harmlosen Stimmungsschwankungen zu unterscheiden. So gewinnen Sie Zeit, ruhig zu reagieren, bevor eine Situation eskaliert.
Deeskalation Pflege gelingt, wenn das Team dieselbe Sprache spricht. Deshalb arbeiten wir mit Fällen aus Ihrem Alltag: dem Bewohner, der sich bedrängt fühlt, dem Angehörigen, der seine Angst als Vorwurf äußert, oder dem Patienten, der Hilfe ablehnt. Gemeinsam besprechen Sie, welche Reaktion Spannung abbaut und welche sie verstärkt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Ihre eigene Wirkung. Haltung, Abstand und Blickkontakt beeinflussen, wie Ihr Gegenüber Sie erlebt. Wer diese Signale bewusst steuert, schützt sich selbst und die Kollegen und kann angespannte Momente beruhigen, ohne die Kontrolle abzugeben. Die Teilnehmenden nehmen konkrete Handlungsschritte mit, die sich unmittelbar im Dienst anwenden lassen.
Die Fortbildung findet als Inhouse-Schulung in Ihrer Einrichtung oder als Seminar in Münster statt. Inhalte, Dauer und Praxisfälle stimme ich vorab mit Ihnen ab, damit das Training zu Ihrem Team und Ihren Arbeitsbedingungen passt.
Als Fortbildungsanbieter bin ich bei der Registrierung beruflich Pflegender (RbP) akkreditiert. Informationen zu Fortbildungspunkten erhalten Sie auf Anfrage.
Deeskalation Pflege: häufige Fragen zur Fortbildung
Wie lange dauert die Fortbildung?
Sie können zwischen 1 und 2 Tagen mit je 8 Stunden wählen.
Kann die Fortbildung in unserer Einrichtung stattfinden?
Ja. Sie ist als Inhouse-Schulung bei Ihnen vor Ort oder in meinem Seminarraum in Münster möglich. Mehr dazu unter Inhouse-Fortbildung für Pflegeeinrichtungen.
Was kostet die Fortbildung?
Die Kosten erfahren Sie auf Anfrage. Gerne erstelle ich Ihnen ein individuelles Angebot: Jetzt Kontakt aufnehmen.
Kostenloses Erstgespräch (Inhouse)