Emotionales Wundmanagement: Wund-er-punkt Kommunikation
Eine chronische Wunde ist niemals nur ein klinischer Defekt, sie ist ein hochemotionales Ereignis. Während Patienten oft unter Scham, sozialem Rückzug und dem Gefühl der Unreinheit leiden, stehen Pflegende, Wundexperten und Ärzte vor einer ganz anderen Herausforderung: Wie gehe ich professionell mit intensivem Geruch, dem Anblick von Exsudat oder der eigenen emotionalen Belastung um?
Unsere Körpersprache verrät uns oft, bevor wir das erste Wort gesprochen haben. Ein kurzes Naserümpfen, ein minimales Zurückweichen oder gepresste Lippen können die zerbrechliche Vertrauensbeziehung zum Patienten im Kern erschüttern.
Die Fortbildung zum emotionalen Wundmanagement verlässt die technische Ebene der reinen Wundversorgung und widmet sich der Psychologie hinter dem Wundmanagement. Sie lernen, Ihre eigene Mimik und Gestik zu steuern, um Sicherheit auszustrahlen, auch wenn die Situation innerlich herausfordernd ist. Gleichzeitig schärfen wir den Blick für die nonverbalen Signale Ihrer Patienten, um Schmerz und Scham frühzeitig zu erkennen und professionell zu kommunizieren.
Für wen ist diese Fortbildung geeignet?
Die Fortbildung richtet sich an Gesundheitspersonal, Pflegende, Praxisanleitende, Ärzte, therapeutische Berufe, Hygiene-Fachkräfte, Wundexperten und Palliativ-Fachkräfte.
Inhalte der Fortbildung zum emotionalen Wundmanagement
- Ekel, Scham, Angst: warum wir fühlen, was wir fühlen, und wie wir professionelle Distanz wahren, ohne unnahbar zu wirken
- Wahrnehmen, Entschlüsseln und Interpretieren von Körpersprache-Signalen
- Gezieltes Training der eigenen Wirkung von Mimik und Gestik für eine vertrauensvolle Patientenbindung (Impact-Training)
- Empathie ohne Selbstaufgabe: Strategien zur Psychohygiene bei Stress und zum Selbstschutz sowie die Bedeutung von Impathie
- Empathische Kommunikation zwischen Patient und Pflegefachkraft
- Das Thema Ekel offen ansprechen und Schülern sowie Patienten die Berührungsangst nehmen (Resonanztechniken)
Ihr Nutzen: ein emotionaler Werkzeugkoffer für den Alltag
Die Fortbildung dient der Reflexion Ihrer Emotionen bei der täglichen Arbeit in der Wundversorgung. Sie kehren mit einem gestärkten emotionalen Werkzeugkoffer in Ihren Arbeitsalltag zurück, gewinnen an Souveränität, fördern die Compliance Ihrer Patienten und schützen sich wirksam vor emotionaler Erschöpfung.
Dauer, Gruppengröße und Kosten
Die Fortbildung dauert 1 Tag (8 Stunden) und ist für maximal 15 Teilnehmer ausgelegt. Die Kosten erfahren Sie auf Anfrage.
Häufige Fragen zur Fortbildung
Wie lange dauert die Fortbildung?
Die Fortbildung dauert 1 Tag mit 8 Stunden.
Kann die Fortbildung in unserer Einrichtung stattfinden?
Ja. Sie ist als Inhouse-Schulung bei Ihnen vor Ort oder in meinem Seminarraum in Münster möglich. Mehr dazu unter Inhouse-Fortbildung für Pflegeeinrichtungen.
Was kostet die Fortbildung?
Die Kosten erfahren Sie auf Anfrage. Gerne erstelle ich Ihnen ein individuelles Angebot: Jetzt Kontakt aufnehmen.
Kostenloses Erstgespräch (Inhouse)