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Das Smartphone als Statussymbol und Empathiekiller unserer Zeit

 

In unserer modernen Gesellschaft hat sich das Handy zu einem unverzichtbaren Accessoire entwickelt. Es ist nicht nur ein Kommunikationswerkzeug, sondern oft auch ein Statussymbol, das unseren sozialen Status und unsere Identität prägt. Doch während wir uns über die neuesten Modelle und Funktionen freuen, sollten wir nicht übersehen, dass das Handy auch eine Kehrseite hat, die oft übersehen wird: es ist der Empathiekiller unserer Zeit sein.

Smartphones sind heute nicht nur Werkzeuge, um miteinander zu kommunizieren, sondern sie repräsentieren auch unseren sozialen Status. Besitzt man das neueste iPhone oder Samsung Galaxy, signalisiert dies oft Wohlstand und modernen Lifestyle. In sozialen Kreisen kann das Handy zu einem Maßstab für Erfolg und Ansehen werden. Menschen grenzen sich durch ihr Handy von anderen ab. Oft gesehen im Bus, im Zug oder im Wartezimmer beim Arztbesuch.

Doch während das Smartphone uns auf der einen Seite verbindet, indem es uns mit anderen Menschen weltweit in Kontakt bringt, kann es gleichzeitig unsere Fähigkeit zur Empathie und zwischenmenschlichen Verbindung beeinträchtigen. Wenn wir in unsere Bildschirme vertieft sind, neigen wir dazu, die wirkliche Welt um uns herum zu vernachlässigen. Wir sind so in unsere digitalen Welten vertieft, dass wir die Bedürfnisse und Emotionen der Menschen um uns herum oft nicht mehr wahrnehmen. Statistisch nimmt die Fähigkeit Emotionen bei anderen Menschen zu erkennen mit zunehmendem Medienkonsum seit Jahren stetig ab.

Die ständige Verfügbarkeit von Handys hat dazu geführt, dass viele von uns Schwierigkeiten haben, sich auf reale Gespräche und zwischenmenschliche Interaktionen zu konzentrieren. Beobachten Sie doch gerne einfach mal wie schnell das Telefon beim Restaurantbesuch auf dem Tisch landet bei ihrem Gesprächspartner oder bei der Familienfeier. Wenn wir uns in Gesellschaft anderer Menschen befinden, sind wir oft mehr mit unserem Handy beschäftigt als mit dem, was unsere Mitmenschen zu sagen haben. Dadurch gehen wertvolle Momente der echten Verbindung verloren- und damit auch soziale Beziehung kaputt.

Eine Botschaft, die häufig unbewusst gesendet wird durch die Handynutzung ist die, dass der Blick auf den Bildschirm wichtiger ist als das Interesse an Mitmenschen. Wir priorisieren damit den eigenen Nutzen am Medienkonsum bzw. der Unterhaltung und ignorieren damit soziale Interaktion und Aufmerksamkeit für und mit Anderen.

Die übermäßige Nutzung von Handys führt zu einem Mangel an Empathie, da wir uns zunehmend in eine isolierte Welt zurückziehen, in der wir uns nur um unsere eigenen Bedürfnisse und Interessen kümmern unter gleichzeitiger Ausblendung unserer eigenen Gefühlswelt. Wir werden weniger sensibel für die Bedürfnisse und Gefühle anderer, da wir uns immer mehr in eine virtuelle Welt vertiefen, die von unseren eigenen Interessen und Wünschen geprägt ist.

Wir sollten versuchen, bewusster mit unserem Handy umzugehen und uns immer wieder daran erinnern, die echte Welt um uns herum nicht aus den Augen zu verlieren. Schon im Grundschulalter drängt sich die pädagogische Frage des richtigen Maßes an Medienkonsum auf.  Indem wir unser Handy nur dann verwenden, wenn es wirklich notwendig ist, und uns aktiv darauf konzentrieren, echte Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen, können wir dazu beitragen, die Empathielücke zu überbrücken, die durch die digitale Ära entstanden ist.

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